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Werke des permanenten Vorwerkegürtels

Übersichtsplan zum Vorwerkegürtel

Vorwerk Wrede - später Fort VII

Südlich der Schmidtmühle in der Gemeinde Mailing

Lünette mit Kehlkaserne und Kehlverteidigung.
Gebaut wurde von März 1868 bis Ende August 1872.
Es waren 15 Geschützstände für je zwei Geschütze eingerichtet.

Fort Wrede wurde erbaut in den Jahren 1868-72 und nach dem zweiten Weltkrieg gesprengt. Das Gelände ist heute mit einer Schrebergartensiedlung überbaut, die die Umrisse des Forts im Luftbild gut erkennbar macht. Ansonsten sind keine sichtbaren Reste des Forts vorhanden. Wie die beiden anderen Forts dieser Bauphase hatte auch Fort Wrede ein umfangreiches Konterminensystem unter dem Glacis des Werks.

Über das Vorwerk Wrede gibt eine Präsentation und eine Fotogalerie einen Einblick in die historische Lage und in die Einbindung des Forts in das heutige Stadtbild.ansehen

Vorwerk Wrede - später Fort VII

Südsüdöstlich von Etting, Lünette mit Kehlkaserne

Die Flanken hatten ungleiche Länge, weil das zu bestreichende Vorgelände von unterschiedlicher Bedeutung für die Verteidigungsfähigkeit der Festung war.
Gebaut wurde von August 1868 bis zum Juli 1872.

Erstmals wurde hier zur Errichtung eines Festungswerkes eine Feldbahn gebaut, womit man von Oberhaunstadt Material an die Baustelle lieferte. Dies bewährte sich außerordentlich, weil der Krieg die Preise für militärtaugliche Pferde in die Höhe trieb und die Bauern jetzt natürlich ihre Vierbeiner am liebsten an die Armee verkauften.

Im Verteidigungsfall sollten 32 Geschütze zur Aufstellung kommen.

Das ehemalige königlich Bayerische Artilleriefort Max-Emanuel lag auf dem Hügel, auf dem heute die Gebäude der Technischen Entwicklung der AUDI AG stehen. Das Fort wurde im Zweiten Weltkrieg als Munitionsfabrik und –depot genutzt und 1946 gesprengt. Ab 1970 wurden dann auf dem Trümmergrundstück die ersten Gebäude der Technischen Entwicklung von Audi errichtet. Bei Bauarbeiten auf dem Audi-Gelände werden gelegentlich noch Überreste des Forts gefunden. Insbesondere unter dem als Parkplatz genutzten ehemaligen Glacis des Forts finden sich noch Reste des Konterminensystems, gemauerte Gänge etwa 5 – 6 m unter der Oberfläche.
Das Fort Max-Emanuel war das größte Werk des Vorwerke-Gürtels und war für eine Besatzung von 630 Mann und 32 Geschütze vorgesehen. Die Anlage der Kehlkaserne – des großen Gebäudes auf der Stadtseite des Forts – war ungewöhnlich, ein ähnliches Bauwerk findet sich in keiner anderen bayerischen Festung. Es war der letzte rein bayerische Entwurf des Ingenieur-Korps für ein Fort.

Über das Vorwerk Max Emanuel gibt eine Präsentation und eine Fotogalerie einen Einblick in die historische Lage und in die Einbindung des Forts in das heutige Stadtbild.ansehen

Vorwerk Haslang - später Fort I

Östlich von Samhof, Lünette mit Kehlkaserne

Gebaut wurde zwischen Oktober 1868 und September 1872.
Für den Fall eines gegnerischen Angriffes waren für das Werk 24 Geschütze vorgesehen.

Das Fort Haslang war das dritte permanente Außenfort und war in Ausführung und Größe sehr ähnlich dem bereits besprochenen Fort Wrede. Das Fort lag an der Gerolfinger Strasse, westlich des heutigen Fort-Haslang-Parks, und ist wie die anderen Forts nach dem zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Das Trümmergrundstück wurde vor einigen Jahren mit einer Wohnsiedlung überbaut. Bei den Ausschachtungsarbeiten wurden Teile des ehemaligen Konterminensystems des Forts freigelegt, die sich unzerstört im Boden erhalten hatten.


Über das Vorwerk Haslang gibt eine Präsentation und eine Fotogalerie einen Einblick in die historische Lage und in die Einbindung des Forts in das heutige Stadtbild. ansehen