Startseite | Impressum | Datenschutz | Satzung | Kontakt

Der Brückenkopf auf dem rechten Donauufer

Brückenkopfgelände Luftaufnahme

Foto: Gert Schmidbauer 2008

Den sicheren Übergang über die Donau nach Süden deckte die den Brückenkopf bildende Tillyveste, welche zwei Fronten mit Flankenbatterien an den Flügeln bildete. Die Hauptumwallung war ebenfalls kasemattiert, und zwar für Geschütze zur Bestreichung der Kaponnieren, als auch für die frontale Infanterieverteidigung des Grabens. Vor der Mitte der leicht gebrochenen Fronten lagen einstöckige Kaponnieren, deren Flanken ganz und deren Facen teilweise mit Geschützkasematten versehen waren. Dagegen fehlten die deckenden Kontergarden und Reduits, die Kontereskarpe war nicht mit Mauerwerk bekleidet, aber der gedeckte Weg mit Traversen versehen. In der Kehle des Brückenkopfes lag das mächtige, halbkreisförmige Reduit mit seinen zwei Stockwerken und der aufgesetzten Erdplattform, mit Flankenbatterien und krenelierten Kehlschlussmauern, weiche sich bis zu den Flankenbatterien des Hauptwalles fortsetzten. Im Zentralpunkt des Reduits lag das Wachthaus, vor dem Reduit ein Diamantgraben.

Hinter den Flankenbatterien an den zur Donau weisenden Enden der Fronten stand je ein ovaler, zweistöckiger Turm mit aufgesetzter Erdplattform, ein dritter an der Spitze des Brückenkopfes war entgegen der ursprünglichen Absicht aus Kostengründen nicht ausgeführt worden. Die Türme und das Reduit dominierten das Vorgelände ähnlich wie die Kavaliere am linken Ufer.

Oberhalb des Brückenkopfes lag noch die Fronte Gumppenberg mit einem durch ein Reduit (Turm) verstärkten Flügelwerke, welches die unregelmäßigen Fronten des linken Ufers flankierte und die große Schleuse für den Vorgraben des Brückenkopfes deckte. Das bastionartige Flügelwerk - das auch als „detachiertes Fort" bezeichnet wurde - war kasemattiert, hatte am rechen Schulterpunkt eine Kaponniere und in der Kehle einen birnförmigen Turm mit zwei Stockwerken und aufgesetzter Erdplattform. Die Kontereskarpe war nicht mit Mauerwerk bekleidet.

Am Fuße des Glacis von Brückenkopf und Fronte Gumppenberg verlief ein Vorgraben, zum Teil mit breiter Künette. Vor diesem Graben befand sich ein Vorglacis.

--> Werke des Brückenkopf auf dem rechten Donauufer